Freie Wähler im Dr.-Karl-Hohner-Heim
(Trossingen) Die Freie Wähler Fraktion hat vor wenigen Tagen das Dr.-Karl-Hohner-Heim besucht. Regionalleiter Boris Strehle und Sozialdienstleiterin Anja Lehr präsentierten die Einrichtung als modernen, leistungs- und zukunftsfähigen Dienstleistungsanbieter. Die Stiftung St. Franziskus aus Heiligenbronn hat das Dr. Karl-Hohner-Heim im Januar 2006 von der Stadt Trossingen übernommen.
Die Freien Wähler zeigten sich begeistert von dem heute gut etablierten Haus, doch
„zum Teil ist es ein schwieriger Weg gewesen“, erklärte Regionalleiter Boris Strehle „viele alte Strukturen mit wenig Flexibilität mussten bewältigt werden“ und „es sind Dinge nach außen gedrungen, die intern hätten bleiben müssen“. „Es geht um die Leute, die hier leben und um die Mitarbeiter“, sagte Heinz Messner „alles Negative über das Haus tut weh“. Mittlerweile sei man in einem ruhigen Fahrwasser angekommen, betonte der Regionalleiter „wir sind im Vergleich zu anderen Häusern zu hundert Prozent voll ausgelastet, 70 Mitarbeiter versorgen die 72 Bewohner“.
Qualitätssicherungssystem sichert hohen Betreuungsstandard
Auf Nachfrage von Stadtrat Marco Gola erklärte Strehle, dass eingespielte Standards und Abläufe eine Grundvoraussetzung dafür seien, dass im Haus gut und messbar gearbeitet werde. Dafür garantiere das interne Qualitätssicherungssystem: „Angehörige, Bewohner und Mitarbeiter werden regelmäßig befragt. Wir haben externe Überprüfungen durch Unternehmensberatungen und verschiedene Gremien besuchen uns jährlich“.
Beim Rundgang durch das Haus mit Regionalleiter Boris Strehle und Sozialdienstleiterin Anja Lehr zeigten sich die Freien Wähler erfreut, wie sich das Dr.-Karl-Hohner-Heim präsentiert: helle, großzügig mit familiärer Atmosphäre gestaltete Wohnbereiche mit Klein-Wohngruppen, zentralem Schwesternstützpunkt und Küche auf jedem Wohnbereich. Einer der drei Wohnbereiche ist auf die speziellen Bedürfnisse dementer Bewohner eingerichtet. Jeder Bewohner hat ein Einzelzimmer, das teilweise mit eigenen Möbeln ausgestattet ist.
Neues Konzept „Betreutes Wohnen zu Hause“
Zum Ende des Besuchs stellte Stiftungsregionalleiter Boris Strehle noch ein Konzept vor, welches derzeit mit dem Ortsseniorenrat erarbeitet werde. Nach bayerischem Vorbild soll über eine möglichst große Vernetzung aller in der Altenpflege und Altenbetreuung beteiligter Dienste und Institutionen ein „Betreutes Wohnen zu Hause“ ermöglicht werden. „Der Bedarf rollt auf uns zu und wir müssen jetzt die Weichen dafür stellen“. Strehle betonte „wir sind an Kooperationen und einer verstärkten Vernetzung im Altenhilfebereich, sowohl im Ehrenamt als auch mit ambulanten Hilfsdiensten sehr stark interessiert“.
Das Wort Vernetzung stieß bei den Freien Wähler auf mehr als offene Ohren. „Dieses Gespräch war für uns ein Impuls“ so Marco Gola „mit Blick auf das Familienfreundliche Trossingen können wir uns vorstellen im Gemeinderat den Antrag zu stellen einen Runden Tisch für den Altenhilfebereich einzurichten, um die interessierten Gruppen so zusammen zu bringen.
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